Arbeitskreis Brandschutzerziehung

im Stadtfeuerwehrverband Stuttgart e.V.

Arbeitskreis Brandschutzerziehung - im Stadtfeuerwehrverband Stuttgart e.V.

präventionAuch in diesem Jahr ist der Arbeitskreis Brandschutzerziehung und die Freiwillige Feuerwehr Stuttgart mit dem Projekt Brandschutzerziehung im Kindergarten wieder mit folgendem Text im Präventionsbericht enthalten:

Kaum etwas fasziniert Kinder mehr als der Umgang mit Feuer. Egal ob Junge oder Mädchen, für die meisten gibt es nichts Aufregenderes als eine funkensprühende Wunderkerze, ein aufflammendes Streichholz oder ein hell loderndes Lagerfeuer. Doch was als kreatives Spiel beginnt, kann bei kleinen Forschern schnell brandgefährlich werden. Eine gute Brandschutzerziehung ist deshalb schon für kleine Kinder wichtig. Hier werden keine Verbote ausgesprochen, sondern Regeln im Umgang mit Feuer gelehrt und spielerisch die richtigen Reaktionen bei Notfällen wie z.B. einem Brand im Haus erlernt. Seit 2003 führen Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr diese Brandschutzerziehung in Stuttgarter
Kindereinrichtungen kostenfrei durch.

zum Präventionsbericht 2013

Zünden kostet 3jährigem Mädchen das Leben

Stuttgarter Nachrichten 3.5.2007

ImmeStuttgarter Nachrichtenr wieder sind zündelnde Kinder Ursache für verherrende Brände. Allein in den letzten Wochen ereigneten sich im näheren Umfeld mehrere Vorfälle, bei denen zündelnde Kinder als Verursacher von Bränden ausgemacht werden konnten.

Was Brandexperten besonders alarmiert, ist die Tatsache, dass im Falle von fahrlässiger Brandstiftung durch Kinder und Jugendliche zu 80% Kleinkinder die Verursacher sind.

Dies zeigt die Notwendigkeit für eine frühzeitige Brandschutzerziehung schon im Kleinkindalter, wie sie durch das Projekt Brandschutzerziehung im Kindergarten abgedeckt wird. Weiterhin ist bei zündelnden Kindern immer wieder zu erkennn, dass sie aus Neugier und Unwissenheit mit dem Feuer spielen. Verbote können dieses Verhalten nicht verhindern, sodass durch das Aufstellen von Regeln und frühzeitiges Üben im Umgang mit Feuer reagiert  werden soll.

Landesschau berichtet über das Projekt Brandschutzerziehung der Stuttgarter Feuerwehr

Beitrag Landesschau Baden-Württemberg vom 19.4.2006

 

Messer, Schere, Gabel, Licht – sind für kleine Kinder nicht, diesen Spruch hat’s früher schon gegeben und da hat er auch gegolten. Aber heute ist er längst veraltet. Im Gegenteil, die Kinder sollen so früh wie möglich lernen, wie man sich bei Feuer richtig verhält – am besten schon im Kindergarten. Das heißt Brandschutzerziehung und […] deshalb hat die freiwillige Feuerwehr Stuttgart die Initiative ergriffen und besucht die Kindergärten.

 

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Der Oberbürgermeister startet offiziell das nun stadtweite Projekt Brandschutzerziehung

Stuttgarter Zeitung vom 21.02.2006

Feuerteufel-Rap hilft Kindern löschen

In Stuttgart startet ein Gemeinschaftsprojekt zur Brandschutzerziehung in Kindergärten.

Stuttgart- “Messer, Feuer, Schere, Licht – sind für kleine Kinder nicht.” Dieser Rat gilt für das stadtweite Gemeinschaftsprojekt “Brandschutzerziehung in Kindergärten” als längst überholt. Kinder sollen sich an Streichhölzern und Kerzen probieren – aber niemals alleine.

Max Zündel weiß es genau: Wenn es brennt, muss er die Telefonnummer 007 wählen, und dann kommt ein blaues Feuerwehrauto. “Nein”, schreien 15 Kinder lautstark im Chor – “die 112 wählen, und das Auto ist rot.”

Die Kinder der Eltern-Kind-Initiative Heuschrecken sind zusammen mit ihren Erziehern zu einer Brandschutzerziehung ins Feuerwehrhaus nach Riedenberg gekommen. Dort zeigt ihnen Frank Wörner, der Abteilungskommandant der Freiwilligen Feuerwehr Riedenberg, wie sie sich bei Brandgefahr richtig verhalten sollen.

Die Veranstaltung ist der Startschuss für das Gemeinschaftsprojekt “Brandschutzerziehung in Kindergärten”. In diesem Jahr sollen rund 56 Kindergärten und Vorschulen mit über 1600 Kindern für den richtigen Umgang mit dem Feuer geschult werden. “In Deutschland sterben etwa 40 Kinder an den Folgen von Bränden”, sagt Klaus Dalferth, der Vorsitzende des Stadtfeuerwehrverbands Stuttgart.

Finanziert wird das Projekt mit Mitteln der lokalen Agenda. Rund 10 000 Euro sind bisher geflossen – jetzt ist das Budget erschöpft. “Wir hoffen auf die Stadt”, sagt Dalferth. Von dem Geld wurden unter anderem auch so genannte Brandschutzkoffer gekauft. Sie enthalten Spiele zum Thema Feuer, Streichhölzer, Wunderkerzen, Rauchmelder und eine Telefonanlage, mit der ein Anruf bei der Feuerwehr simuliert werden kann.

Besonders beliebt bei den Kindern ist Max Zündel. Die feuerrote Handpuppe versucht die Kleinen mit provokanten Falschaussagen zum Thema Feuer aufs Glatteis zu führen. In seinem “Feuerteufel-Rap” ermuntert er die Kinder heimlich zu zündeln und kockeln. Doch die Kleinen kontern in einem Refrain mit ihrem gelernten Wissen: Alleine wird nicht mit dem Feuer gespielt, und im Notfall wird die 112 gewählt.

“Als ich zum ersten Mal von dem Projekt hörte, dachte ich an den Struwwelpeter”, sagt Oberbürgermeister Wolfgang Schuster. Die Brandschutzerziehung sei für ihn eine sehr gute Idee, und er hoffe, dass das Brandschutzmodell der Freiwilligen Feuerwehr Riedenberg in ganz Stuttgart Schule macht.

Bereits 64 Feuerwehrleute haben sich in ihrer Freizeit zu Brandschutzerziehern qualifiziert. Sie gehen vormittags in die Kindergärten und klären die Kinder über die Gefahren des Feuers auf. Einige Tage später dürfen die Kleinen dann einen Besuch im Feuerwehrhaus machen. Dort können sie ein Feuerwehrauto von innen anschauen, die feuerfesten Anzüge bestaunen und auch den roten Helm aufziehen.

Als Abschlussübung steht ein simulierter Brand auf dem Programm. “Die Kinder lernen hier spielerisch”, sagt der Erzieher der Eltern-Kind-Initiative Heuschrecken. Mit selbst gebastelten Feuerwehrhelmen auf dem Kopf schöpfen die Kinder mit Joghurtbechern Wasser aus einem Bassin und löschen das imaginäre Feuer. Als Belohnung werden die kleinen Brandlöscher mit dem Feuerwehrauto zurück in den Kindergarten gefahren.

Sascha Sauer, STZ vom 21.02.2006